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Kräutersalz aus der Wilden Möhre

Kräutersalz aus der Wilden Möhre

Einfach mal ins Tun kommen

Text: Tine Sprandel Bilder: Christiane Büch

Weiße Blütendolden säumen Wege und Felder. Die Wilde Möhre blüht im August überall, sie beschert der grünen Landschaft weiße Tupfen-Felder.

Du erkennst sie am schwarzen Punkt in der Mitte der vielen Einzelblüten oder am Geruch der Blätter: Sie duften nach Möhren, Karotten oder Gelbe Rüben. Auch die Blätter ähneln denen, die du von den „Möhren mit Kraut“ im Supermarkt kennst.

Für das Kräutersalz sammelst du Blüten und Blätter der Wilden Möhre, zerkleinerst sie ein bisschen und verteilst die auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech. Auf die zerkleinerten Kräuter gibst du gut ausgewähltes, grobkörniges Salz.

Dieses Arrangement ruht erst einmal ein paar Tage am Fensterbrett. Zuerst wird das Ganze ziemlich feucht, weil das Salz den Kräutern die Feuchtigkeit entzieht. Vielleicht duftet auch das Zimmer nach Wilder Möhre. Nach ein paar Tagen, wenn alles trocken ist, ist auch der Duft verflogen.

Das Salz saugt den Geschmack der Kräuter in sich auf, es speichert die Essenz der wilden Möhre.

Zum Aufbewahren kannst du die Salz-Kräutermischung entweder fein vermahlen oder grobkörnig in eine Salzmühle geben. Zum Mahlen eignet sich eine Kaffeemühle, ein Mörser oder ein Mixer mit gutem Mahlwerk.

Mit Kräutersalz aus der Wilden Möhre speicherst du den Sommer!

Die in mitteleuropa heimische Wilde Möhre (Daucus carota subsp. carota) ist ein Elternteil der Gartenmöhre oder Karotte. Die Gartenmöhre (Daucus carota subsp. sativa) ist vermutlich ein Kreuzungsprodukt aus der Wilden Möhre (Daucus carota subsp. carota), der südeuropäischen Daucus carota subsp. maximus und evtl. der orientalischen Daucus carota subsp. afghanicus. Sie gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Die Anleitung stammt aus dem Artikel “Fang den Sommer ein” von Christiane Metz im Lavendelo 3, Sommer 2017. Dort findest du weitere schöne Kräuterkombination für das Kräutersalz.

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