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Akelei im Garten

Unkraut oder Wildkraut?

Was für eine Frage, natürlich gibt es für mich nur Wildkräuter!

Text: Tine Sprandel; Fotos: Christiane Büch

Wechseln wir die Perspektive, werden Unkräuter eine Zierde im Garten:

Erstes Beispiel: Akelei – pralle Blüte am Gartenzaun

Ich gebe zu, mancherorts im Garten nimmt die Akelei so überhand, dass ich einschreiten muss – aber nicht jetzt. Zur Blütezeit ist sie einfach nur schön. Außerdem verdrängen die vielen filigranen Pflanzen jedes andere Kraut.

Zweites Beispiel Rasen – oder genauer gesagt: Wiese

Seit Christiane fotografierend durch meinen Garten gegangen ist, habe ich kein Unkraut mehr im Rasen, sondern lauter feine Kostbarkeiten:

 

Dotterblumen, Gundermann (Diese Heilpflanze wird eine der Kräuterkarten in der Sommerausgabe des Lavendels zieren), Klee, Vergissmeinnicht und Co blühen überall. Wenn ich es ordentlich haben will, mähe ich die Wiese, aber je nach Jahreszeit lasse ich die hübschesten Blüteninseln stehen! Mein Rasen wird entgegen der Empfehlungen in Gartenratgebern nicht mineralisch gedüngt. Das Gras kompostiere ich und verteile im Frühjahr und im Herbst gut verrotteten Kompost – sehr sparsam, damit die Wiese eine Wiese bleibt und kein Golfrasen wird.

Vor dem Mähen habe ich Spitzwegerich und Löwenzahn geerntet, nur für den Gänseblümchensirup habe ich nicht genug Blüten und Blätter. Dafür werde ich mir einen anderen Garten suchen.

Drittes Beispiel: Geranien – oder Storchschnabel

Viele kennen nur die Geranien am Balkon, die korrekt eigentlich Pelargonien heißen. Meine Geraniumsorte wird auch „Storchschnabel“ genannt und wächst bei uns wild und ausufernd. Das mache ich mir an einer schattigen Seite hinter dem Haus zunutze. Dort bedeckt Geranium den Boden zuverlässig und die filigranen Blüten sehen ab jetzt mindestens zwei Monate lang bezaubernd aus. Das Gelände ist etwas abschüssig – deswegen ist es wichtig, dass Pflanzenwurzeln schnell der Erosion vorbeugen.

Das Gute an den Wildkräutern ist, dass sie jeder gerne weitergibt

Mehr zu den Wildkräutern um uns herum findet ihr auf den Kräuterkarten im Lavendelo. Jeder Ausgabe liegen drei Karten mit Zeichnungen zur Bestimmung und Tipps zur Anwendung und Heilwirkung bei.
Wie sind eure Erfahrungen mit dem Unkraut?
Schreibt uns hier in den Kommentaren oder auf Facebook. Wir freuen uns auf euer Feedback.
Tine vom Lavendelo

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